Reaktivierung des Bahnhaltepunktes in Neuenkoop

Vor einigen Wochen gab es mehrere Gespräche über Reaktivierungen von Bahnstrecken und Haltepunkten. Auch in der Wesermarsch sind in der Vergangenheit Strecken und Haltepunkte von Schließungen betroffen gewesen. Das war Anlass für mich, im Ministerium nachzuhaken, wie mit der Thematik umgegangen wird, so Karin Logemann, Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion und des SPD Unterbezirks.

Unter anderem ging es in dem Gespräch auch um den Bahnhaltepunkt in Neuenkoop in der Gemeinde Berne. „Wir haben in Neuenkoop ein Baugebiet“ und für mich ist Mobilität immer eine Frage des Standortvorteils“, so Karin Logemann. Deshalb liegt mir natürlich auch der Bahnhaltepunkt Jaderberg sehr am Herzen, für den ich mich stark eingesetzt habe und wo ich auch nicht locker lasse. Gleiches gilt für den Bahnhaltepunkt in Kirchhammelwarden und für die Strecke Nordenham-Blexen. „Selbstverständlich frage ich dann natürlich auch nach einem weiteren Bahnhaltepunkt in meiner Heimatgemeinde, nach Neuenkoop“, berichtet Logemann.

Nach einer eingehenden Klärung im Ministerium und in der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) gab es jetzt Auskunft. Die LNVG ist mit der Durchführung der Untersuchungen beauftragt worden, welche Strecken und Haltepunkte mit wirtschaftlicher Vernunft reaktiviert werden könnten. Für die Reaktivierung von Stationen wurden Eckpunkte erarbeitet, die von einem beratenden Gremium aus Vertretern aller Landtagsfraktionen, der Verwaltung, der Verkehrswirtschaft sowie der Umwelt- und Fahrgastverbände gebilligt wurden.

Im Gegensatz zu den Streckenuntersuchungen, die auch aufgrund der hohen Folgekosten als vergleichende und gesamthafte Prüfung aller benannten Reaktivierungsprojekte angelegt sind, wird die Reaktivierung von Stationen an bestehenden Strecken allerdings weiterhin im Einzelfall geprüft. Im Interesse der Kommunen können somit Anträge fortlaufend gestellt werden, da hier auf eine „Stichtagsregelung“ verzichtet wurde, lautet die Antwort.

Nach einem weiteren Telefongespräch mit der Landesnahverkehrsgesellschaft gibt es wenig Hoffnung auf die Realisierung einer Reaktivierung des Einstiegspunktes in Neuenkoop. Die Kosten-Nutzen-Analyse spricht dagegen, ebenso die Fahrplantechnische Realisierbarkeit, so Logemann. Allerdings bin ich von Haus aus ein Optimist und es ist für die Gemeinde Berne völlig unschädlich trotzdem formlos einen Antrag auf Reaktivierung zu stellen. In dem Fall werde das Vorhaben einer Einzelfallprüfung unterzogen und wer sagt uns denn heute, dass sich Leitfäden des Genehmigungsverfahrens nicht auch ändern, bzw. anpassen können.
„Wie ich gehört habe, wird dieser Punkt auch auf einer der nächsten Ausschusssitzungen in der Gemeinde Berne als Bericht auf der Tagesordnung stehen. Dann sollte in Ruhe darüber beraten werden, wie hier weiter vorgegangen werden kann. Da auf eine Stichtagsregelung verzichtet wurde, läuft uns nichts weg und wir müssen nichts überstürzen, “ versichert Logemann.