Informationsgespräch mit dem Landvolk

Das generelle Umbruchverbot von Grünland bewegt die Landwirte. Die Bundesregierung plant für die Greening-Prämie der Direktzahlungen ein generelles Verbot der Umwandlung und des Pflügens von Dauergrünland in Natura 2000-Gebieten einzuführen. „Der Grünlandanteil liegt bei allen EU-Vogelschutzgebieten im Zuständigkeitsbereich der Kreislandvölker Wesermarsch und Friesland bei 80 Prozent“, so die Vorsitzenden Dr. Karsten Padeken und Hartmut Seetzen.

Karin Logemann und MdL Wiard Siebels (rechts neben Logemann)waren zu Gast beim Landvolk.

Die Vorsitzenden hatten die SPD Unterbezirksvorsitzende Karin Logemann und den Agrarpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Wiard Siebels zu einem Informationsgespräch in das Landvolkhaus nach Ovelgönne eingeladen. Das gesamte Grünland in dieser Gebietskulisse sei hochwertiges und produktives Grünland. „Eine solche Regelung führe zu erheblichen Benachteiligungen der Landwirte in den betroffenen Gebieten“, lautet die Kritik.

„In Niedersächsischen Landtag werden in der kommenden Woche alle vier Fraktionen des Landtages gemeinsam dazu einen Antrag beschließen“, konnte Wiard Siebels den Landwirten mitteilen. Erkannt sei die Problematik der Benachteiligung, sowie auch der fachliche Einschätzung einer solchen Maßnahme. Der Pflegeumbruch etwa, sei für den Erhalt der Ertragskraft von Dauergrünland unerlässlich, so steht es in dem Änderungsvorschlag. Die Fraktionen fordern die Landesregierung auf sich bei der Bundesregierung hinsichtlich der Greening-Auflagen in Natura 2000-Gebieten für eine differenzierte Betrachtung des Grünlandes einzusetzen und unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Erfordernisse eines Pflegeumbruch im Rahmen konkreter Vorgaben zuzulassen. IN diesem Zusammenhang solle auch die konkrete Ausgestaltung der bisherige Gebietskulisse überprüft werden, heißt es in der Entschließung.

Eine einstimmige Entschließung des Niedersächsischen Landtages sei ein starkes Signal auch an die Entscheidungsträger in Berlin, zeigte sich Siebels zuversichtlich.

Neben der Grünland-Thematik sprachen die Vorsitzenden und die Vorstandsmitglieder mit den Gästen auch über das das Nährstoffmanagement und über die Möglichkeiten von CO2 Einsparungen auf organischen Böden. Dort gebe es sehr interessante und wissenschaftlich vielversprechende Projekte. Wichtig sei, so die Landwirte, dass die Wertschöpfung in der Region nicht geschmälert würde.