Lemwerder | Natura 2000 ja, aber nicht so!

Meinrad-Maria Rohde

Die Fraktionsvorsitzenden von SPD – Meinrad-M. Rohde – und CDU – Wolf Rosenhagen – im Gemeinderat von Lemwerder haben die Erklärung des neuen Umweltministers Niedersachsens Olaf Lies (SPD) zum Projekt Tideweser erfreut zur Kenntnis genommen. Es wurde Zeit, dass im Rahmen von Natura 2000 nicht nur über Naturschutz, sondern auch über die notwendige wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen entlang der Weser nachgedacht wird.

Dabei müssen selbstverständlich alle Häfen und Unternehmen entlang der Weser im Bereich der Wesermarsch betrachtet werden.

Dass die aufgrund der 2006 von der damaligen CDU-FDP Landesregierung gemeldeten Flächen schon heute bestimmten Kriterien unterliegen, ist ein Kriterium. Dass diese Flächen jetzt zu Naturschutzgebieten erklärt werden sollen, ist nicht tragbar. Unisono verlangen Rohde und Rosenhagen, dass hier – und das betrifft Lemwerder insbesondere – auch auf die wirtschaftliche Entwicklung entlang der Weser geachtet werden muss. Lemwerder betrifft das besonders und erschwert die Ausgangslage, da hier nicht nur die niedersächsische Landesregierung, sondern auch der Bremer Senat mit besonderer Sorgfalt und in enger Abstimmung planen müssen. Der Grund: die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Bremen verläuft hier zum Teil unmittelbar am niedersächsischen Ufer.

Beide Fraktionsvorsitzende werden als Kreistagsabgeordnete jede Möglichkeit nutzen, ihren Einfluss im Kreistag und in ihren Parteigremien geltend machen. Uns geht es gemeinsam darum, dass für den Ritzenbütteler Sand, unsere Werften und das gesamte alte Flughafengelände nicht soweit eingegriffen wird, dass jede Weiterentwicklung verhindert wird.