Listen für Kreistagswahl aufgestellt

Menschengruppe mit Karin Logeman

Am 17. April hat die SPD Wesermarsch auf ihrer Delegiertenversammlung die Wahllisten der vier Wahlbereiche festgelegt. Auf Platz eins im Wahlbereich I – Nordenham tritt der jetzige Fraktionsvorsitzende Hans Francksen wieder an. In Wahlbereich II –Butjadingen/Stadland/Jade steht Johan Scholtalbers an der Spitze. Den Wahlbereich III – Brake/Ovelgönne führt Ursula Schinski an und in Wahlbereich IV – Berne/Elsfleth/Lemwerder führt die SPD-Landtagsabgeordnete und Unterbezirksvorsitzende Karin Logemann die Liste an.

Im Rahmen der Sitzung in der Elsflether Stadthalle wurde auch das Kreiswahlprogramm verabschiedet. Die Wahlkreiskonferenz ist eine Konferenz, die nach dem Kommunalwahlgesetz und nach der Kommunalwahlordnung durchgeführt wird. Sie fand unter strengen Hygienevorschriften statt. Neben den AHA-Regeln und dem Hygienekonzept, hatte der UB- Vorstand darum gebeten, sich vor der Veranstaltung testen zu lassen, beziehungsweise gab es Schnelltests vor der Sitzung.  Die Konferenz leitete die Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag.

Die Listen mit den Kandidat*innen für die vier Wahlbereiche wurden im Vorfeld zunächst in den Ortsvereinen abgestimmt. Die nächste Absprache fand dann unter den Ortsvereinsvorsitzenden der vier Bereiche statt. Die Endbestimmung über die Gesamtlisten erfolgte nun auf der Wahlkreiskonferenz.

Insgesamt wurde über 45 Kandidatinnen und Kandidaten abgestimmt. Dabei spielt die Quotierung nach Geschlechtern eine große Rolle. 16 Frauen und fünf Jusos gehen für die SPD von Lemwerder bis Butjadingen, für die Kreistagswahl an den Start. „Das ist eine beeindruckende Zahl und zeugt von einer engagierten SPD. Das sind Menschen, die bereit sind, sich ehrenamtlich für die Entwicklung der Wesermarsch, mit ihren neun Kommunen, einzusetzen, dafür gebührt ihnen absoluter Dank“, so die Unterbezirksvorsitzende Karin Logemann.

Nachdem die Wahllisten beschlossen waren, ging es weiter mit der Nominierung des Kandidaten für die Landratswahl, die gleichzeitig mit der Wahl der Räte stattfindet.

Landratskandidat nominiert
Dr. Frank Ahlhorn ist der gemeinsame Kandidat der SPD und der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wesermarsch. Frank Ahlhorn ist parteilos, wird aber von der SPD nominiert und ist ebenfalls der Kandidat der Unabhängigen.

Auf Einladung des SPD-Unterbezirks Wesermarsch verfolgten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller neun Wesermarsch-Kommunen die Nominierungsveranstaltung. „Das ist schon eine große Ehre, dass alle dieser Einladung auch gefolgt sind“, bedankten sich die Organisatoren.

Der parteilose Kandidat hat sowohl die SPD von sich überzeugt, als auch die Unabhängigen in der Wesermarsch. Mit 98,5 % der Stimmen nominierte die SPD den 50jährigen.

„Das ist ein Paradigmenwechsel“, so SPD UB-Vorsitzende Karin Logemann. „Als SPD haben wir uns entschieden, ganz klar auf Inhalte zu setzen. Wir stellen Inhalte vor Personen. Wir haben in den Vordergrund gestellt, was die Wesermarsch in den nächsten Jahren braucht. Wir haben alle Möglichkeiten und gute Konzepte, wie unser Kreisentwicklungskonzept oder unser Projekt „Energiewendedrehkreuz Wesermarsch“, um zwei Punkte von vielen zu nennen. Jetzt brauchen wir einen „Macher“ der die gute Vorarbeit in die richtigen Bahnen lenkt und konsequent Pflöcke einschlagt, für die Wesermarsch“, betont Logemann.

„Zuhören und gemeinsam breit getragene Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen zu finden, die die Wesermarsch beschäftigen und das gilt von der Kreisverwaltung bis zur wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landkreises. Das gilt genauso für das gewaltige und unglaublich vielfältige ehrenamtliche Engagement in der Wesermarsch“, waren sich alle einig.

Dr. Frank Ahlhorn, Dipl.‐Mathematiker und Dipl.‐Umweltwissenschaftler mit wirtschaftlicher Erfahrung, ist aktuell Geschäftsführer des Wattenmeer Forums e.V. Promoviert hat er zum Thema „Zukunft des Küstenschutzes und dessen mögliche Umsetzung in Niedersachsen“.

Frank Ahlhorn ist geboren und aufgewachsen in Butjadingen. Er kennt die Wesermarsch und die Besonderheiten und Zusammenhänge der Region aus dem FF. Existenziell für die Wesermarsch ist der Küstenschutz. Als Verantwortlicher im Frames-Projekt und weiteren Küstenschutzprojekten, ist Ahlhorn vielen Wesermärschlern bekannt.

Katastrophenschutz ist für ihn Chefsache. Was begeistert, sind seine breit angelegten Kompetenzen und seine außerordentlich gute Vernetzung. Frank Ahlhorn ist erfahren im Umgang mit komplexen Aufgabenstellungen, ist lösungsorientiert und ein guter Kommunikator und er kennt sich mit der Steuerung von großen Projekten aus. „Kraft seiner Persönlichkeit und Managerfähigkeiten wird der Teamplayer vor allem seine Netzwerke und ausgezeichneten Kontakte für die Wesermarsch einsetzen“, sind sich SPD und Unabhängige einig.

Ahlhorn sagte zu seiner Kandidatur: „Ich möchte gestalten und nicht nur verwalten. Ich weiß, wie wichtig es ist, seinen Gesprächspartnern zuzuhören.“ Eine besonders schöne und persönliche Geste war, dass seine Familie mit der er in Varel lebt, seine Frau und die vier Kinder, den Kandidaten zu seiner Nominierung in die Elsflether Stadthalle begleitet haben. Dem Familienmenschen und Sportler ist seine Familie wichtig und so war sie es auch, die ihn in seiner Entscheidung zu kandidieren bestärkt hat, berichtete er.

„Im Vorfeld der Konferenz haben wir natürlich mit weiteren Parteien gesprochen. Das waren durchweg sehr angenehme Gespräche. Nun macht es Corona wirklich nicht leicht, sich zu treffen und deshalb sind die Gespräche auch noch nicht abgeschlossen“, berichtete Karin Logemann.