Kenntniserwerb über nachhaltige und moderne Landwirtschaft – Ministerbesuch bei Familie Imken in Mentzhausen

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Bei herrlichem Wetter informierten sich Umweltminister Olaf Lies, zu dessen Wahlkreis die Gemeinde Jade gehört, sowie die Landtagsabgeordnete Karin Logemann aus Berne auf dem Grünlandbetrieb von Jörn Imken dessen Frau Ute und Sohn Jan-Immo in Mentzhausen als auskunftsfreudige Gastgeber. Begleitet wurden Olaf Lies und Karin Logemann vom Fraktionsvorsitzenden und Kreistagsmitglied Johan Scholtalbers sowie Verstandsmitglied Dr. Heiko Schubert der SPD in Jade. Die Ortschaft Mentzhausen ist eine frühere Moorkolonie, die vor ca. 170 Jahren entstanden ist. Ursprünglich waren die Betriebe alle um die 6 Hektar groß. Durch Torfabbau und Kultivierung wurden die Flächen in mühevoller Handarbeit im 19 Jahrhundert von den Kolonisten urbar gemacht.  

Die Eltern des jetzigen Betriebsleiters haben in den 60ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts den Betrieb als Siedlungshof erwerben können. Heute wird der Vollerwerbsbetrieb in Mentzhausen mit ca. 170 ha davon 160 ha Dauergrünland und 10 ha Silomais bewirtschaftet. Mais wird für die Fütterung der 160 Kühe und der weiblichen Nachzucht angebaut und verfüttert. Die Milchkühe grasen auf der Weide. Über eine Einkaufsgemeinschaft wird Kraftfutter, das gentechnikfrei ist, entsprechend überwacht und kontrolliert, eingekauft. Das Kraftfutter wird zusätzlich an das Milchvieh verfüttert. Dafür erhält der Betrieb einen kleinen Preisaufschlag der Molkerei Ammerland. Die Familie Imken wünscht sich eine bessere Honorierung dieser Leistungen. „Es muss mehr beim Landwirt ankommen“ so Jörn Imken gegenüber den Gästen.  

Neben dem Ehepaar Ute und Jörn Imken und ihrem Sohn Jan Immo, der in Kürze eine landwirtschaftliche Ausbildung beginnt, beschäftigt der Betrieb 2 weitere Vollarbeitskräfte und ist anerkannter Ausbildungsbetrieb.  

Minister Lies und die Abgeordnete Karin Logemann waren schwer beeindruckt von dem modernen Maschinenpark, wozu auch ein Güllefass mit Schleppschuhen gehört. Dadurch wird die Gülle bodennah ausgebracht, die Nährstoffe werden besser verwertet, es gib kaum noch wahrnehmbare Gerüche und es kann Mineraldünger eingespart werden. Der Bau einer zusätzlichen Lagerstätte für Gülle verbessert die Flexibilität bei der Ausbringung des wertvollen Düngers.  

Die Dynamik und das Tempo bei den gesetzlichen Vorgaben bereitet vielen Landwirten Sorgen und sie wünschen sich mehr Verlässlichkeit und Planungssicherheit für ihre Betriebe. Das Land Niedersachsen hat dabei, so Minister Lies, einen guten Kompromiss zwischen den verschiedenen Akteuren mit dem „Niedersächsischen Weg“, auf den andere Bundeländer mit Neid schauen, beschritten. Olaf Lies, Karin Logemann, Johan Scholtalbers und Dr. Heiko Schubert waren beeindruckt, wie sich der Betrieb entwickelt hat und die Familie Imken die Herausforderungen der Zukunft annimmt.

Impressionen vom Ministerbesuch bei Familie Imken